Boah, bin ich ein fauler Sack. Nix mehr im Blog und so, denn der Juni wird sträglich vernachlässigt. Das war im letzten Jahr schon so, wenn ich mich recht erinnere, aber wartet, hier gibts nachträglich das volle Juni-Programm. Alles fing damit an, dass meine Schwester fast Karten für das WM-Finale aufgetan hätte. WM-Finale, zieht euch das mal rein. Aber eben nur fast. Stattdessen hat sie es immerhin heute ins Deutschland vs. Argentinien Spiel geschafft und mich vor Neid erblassen lassen. 4:2 für D, wer hätte damit gerechnet (ich nämlich nicht) und wer hätte gedacht, dass Olli Kahn den Jens Lehmann umarmt? Ich sehe ein zartes Pflänzchen der Liebe heranwachsen, und das nicht nur, weil ich leicht angetrunken war (bin).
Jetzt gegen Italien und ich freue mich schon ohne Ende drauf. Letzte Woche war ich in Mailand und musste live miterleben, wie die Italiener nicht ganz verdient weitergekommen sind. Bei der Gelegenheit habe ich mir Leonardo da Vincis “Letztes Abendmahl”-Gemälde angesehen (remember “The da Vinci Code). Man durfte leider keine Fotos machen, aber vom Originalbild bestehen sowieso nur noch ca. 30%, der Rest ist nachrestauriert. Der Leonardo war halt so ne Schlafmütze, der für die 8*4m Gemälde auch noch 4 Jahre gebraucht hat und daher leider nicht die Freskotechnik benutzen konnte bzw. wollte.
An dieser Stelle könnte man vermuten, ich wäre ein Freskoexperte, bin ich aber nicht.


Das seltsamste an Mailand sind übrigens die Models, die überall durch die Stadt laufen. Immer wieder trifft man 1,85m große 17-jährige Mädels, die mich mir ihren Stöckelschuhen locker überragen und anscheinend gerade auf dem Weg zum nächsten Foto-Shooting sind. Glanz und Glamour in Mailand und flvs mitten drin. Ich bring dich ganz groß raus, Baby!
Eher weniger Glamour dagegen in Ulm:
Vor 3 Wochen konnte ich es nicht vermeiden für ca. 6 Sekunden in Bayern zu sein. Wir hatten uns in Ulm verfahren und versehentlich die Donau in Richtung Neu-Ulm überquert. Von ca. 9:30 bis 12:30 habe ich aus dem Maritim-Hotel rausgeschaut und in dieser Zeit ca. 3 Personen gesehen. Ich behaupte, die Ulmer müssen kollektiven Selbstmord begangen haben, vielleicht weil sie keine WM-Spiele ausrichten dürfen. Oder es gibt Sonntag morgens in Ulm eine Ausgangssperre. Oder sie haben das Tor der Elfenbeinküste so heftig gefeiert wie wir.
Und nachdem ich Ende Mai so eine Art Tourist-Guide war, habe ich noch ein Geschenk aus Jekaterinenburg bekommen. Cool, ne?

Es handelt sich um einen Kerzenständer, der aus Schlangenstein gefertigt wurde, welcher wiederum typisch für den Ural. Auf dem Kerzenständer sieht man eine goldene Echse. Die Legende besagt, das sich das Tier in eine “beautiful woman” verwandeln kann und wieder zurück. Wahrscheinlich muss ich erstmal eine Kerze reinstecken, denn bisher ist das noch nicht passiert.