Archiv für Juli, 2006

31 knots = 15.9477778 m / s

Dienstag, 18. Juli 2006

31knots.

for lovers.

for tigers.

agains demons.

Bald wieder ein neues Album über Polyvinyl, die wirklich ein äußerst glückliches Händchen besitzen (u.a. Rainer Maria, of Montreal, Aloha) und nun auch Someone Still Loves You Boris Yeltsin gesigned haben. Ein weiteres Highlight: Remix-Album von of Montreal mit dem Titel “Satanic Twins”, das mir beim ersten Hören Freudentränen beschert.

after all, you’re my wonderwall

Freitag, 14. Juli 2006

Welche Fehler finden Sie in der folgenden Situation? Ich verabrede mich in Bilbao mit einem Spanier übers Handy. Er sagt, wir treffen uns an der Autobahnausfahrt bei Kilometer 54. Er sei in 8 Minuten da und fährt eine A-Klasse.

Völlig aus der Fassung hat mich das Guggenheim-Museum in Bilbao gebracht. Alleine dieser Blumenhund davor!

Auch San Sebastian überzeugt voll und ganz. Am ersten Abend hat Bob Dylan gespielt und wir hatten den Strand für uns alleine. Wie ich hinterher erfahren habe, war das Konzert für umsonst (!), d.h. ich hab ein Gratiskonzert von Bob Dylan in einer Meeresbucht inkl. Sonnenuntergang verpasst. Warum kann mir Juan, der deutscheste Spanier, der mir jemals untergekommen ist, und der mir vorher die Geschichte jedes einzelnen Dorfes zwischen Bilbao und San Sebastian erzählt hat, nicht auch die entscheidenden Hinweise geben? Diese Spanier äh.. Basken!

Junggesellenabschiede…

Mittwoch, 12. Juli 2006

… sind auch nicht mehr wie früher. Nix mehr mit Stripshow, Proletentour und so. Heute wird 6 Stunden im Regen, dann noch im Sonnenuntergang Kanu gefahren bevor man von einem Lama empfangen wird und sich Unmengen warmen Biers hingibt.

Kein Wunder, dass ich dann erstmal die Wand des Wohnwagens der Hotelière wegflexen musste. Um 0:00 waren wir allesamt im Bett und um 8:00 hat uns der Hahn wieder aus demselbigen geschmissen. Miit dem Alter muss man seinem Körper ja nicht mehr alles zumuten.

Das hab ich mir dann bei der Hochzeit ne Woche später auch gesagt.

Hips don’t lie

Dienstag, 11. Juli 2006

Check dis:

Kürzlich guck ich Jay Lenno und dort tritt eine Band namens “She wants Revenge” auf und ich denke mir “Hmm, coole Band obwohls irgendwie wie Interpol klingt”, aber ich finde ja schwarze Typen in Gitarrenbands irgendwie immer cool. Also kurz gegoogelt, ‘nen Song runtergeladen und mich gewundert, dass der Sänger Justin Warfield heisst. Das wird doch nicht der gleiche sein wie bei … man wagt es kaum den feucht gewordenen Traum aller Visions Redakteure der Mitt-Neunziger auszusprechen: One Inch Punch, die nur eine Platte veröffentlichten und damit im Olymp all dener landeten, die Indie und Hip-Hop schon immer clever vermischt hören wollten. Seltsamerweise gehen One Inch Punch nie ganz verloren, zuletzt durfte man den Song “Gemini” auf dem Soundtrack von “Die fetten Jahre sind vorbei” bewundern.

Die ganze Platte von She wants Revenge hab ich noch nicht gehört (vor allem weil das Cover so dermaßen gar nicht geht), aber es ist immer gut, alte Freunde zu treffen, auch wenn sie keinen Afro mehr tragen.

A propos alte Freunde: Ich hab da noch eine Story, in der Lamas, Kanus, Krankenhaus, Heuhotel und Sebastian Schweinsteiger gemeinsam vorkommen. Vorher mach ich aber noch nen Abstecher ins Guggenheim Museum. We have to celebrate!

Something isn’t right

Samstag, 01. Juli 2006

Boah, bin ich ein fauler Sack. Nix mehr im Blog und so, denn der Juni wird sträglich vernachlässigt. Das war im letzten Jahr schon so, wenn ich mich recht erinnere, aber wartet, hier gibts nachträglich das volle Juni-Programm. Alles fing damit an, dass meine Schwester fast Karten für das WM-Finale aufgetan hätte. WM-Finale, zieht euch das mal rein. Aber eben nur fast. Stattdessen hat sie es immerhin heute ins Deutschland vs. Argentinien Spiel geschafft und mich vor Neid erblassen lassen. 4:2 für D, wer hätte damit gerechnet (ich nämlich nicht) und wer hätte gedacht, dass Olli Kahn den Jens Lehmann umarmt? Ich sehe ein zartes Pflänzchen der Liebe heranwachsen, und das nicht nur, weil ich leicht angetrunken war (bin).

Jetzt gegen Italien und ich freue mich schon ohne Ende drauf. Letzte Woche war ich in Mailand und musste live miterleben, wie die Italiener nicht ganz verdient weitergekommen sind. Bei der Gelegenheit habe ich mir Leonardo da Vincis “Letztes Abendmahl”-Gemälde angesehen (remember “The da Vinci Code). Man durfte leider keine Fotos machen, aber vom Originalbild bestehen sowieso nur noch ca. 30%, der Rest ist nachrestauriert. Der Leonardo war halt so ne Schlafmütze, der für die 8*4m Gemälde auch noch 4 Jahre gebraucht hat und daher leider nicht die Freskotechnik benutzen konnte bzw. wollte.

An dieser Stelle könnte man vermuten, ich wäre ein Freskoexperte, bin ich aber nicht.

Das seltsamste an Mailand sind übrigens die Models, die überall durch die Stadt laufen. Immer wieder trifft man 1,85m große 17-jährige Mädels, die mich mir ihren Stöckelschuhen locker überragen und anscheinend gerade auf dem Weg zum nächsten Foto-Shooting sind. Glanz und Glamour in Mailand und flvs mitten drin. Ich bring dich ganz groß raus, Baby!

Eher weniger Glamour dagegen in Ulm:

Vor 3 Wochen konnte ich es nicht vermeiden für ca. 6 Sekunden in Bayern zu sein. Wir hatten uns in Ulm verfahren und versehentlich die Donau in Richtung Neu-Ulm überquert. Von ca. 9:30 bis 12:30 habe ich aus dem Maritim-Hotel rausgeschaut und in dieser Zeit ca. 3 Personen gesehen. Ich behaupte, die Ulmer müssen kollektiven Selbstmord begangen haben, vielleicht weil sie keine WM-Spiele ausrichten dürfen. Oder es gibt Sonntag morgens in Ulm eine Ausgangssperre. Oder sie haben das Tor der Elfenbeinküste so heftig gefeiert wie wir.

Und nachdem ich Ende Mai so eine Art Tourist-Guide war, habe ich noch ein Geschenk aus Jekaterinenburg bekommen. Cool, ne?

Es handelt sich um einen Kerzenständer, der aus Schlangenstein gefertigt wurde, welcher wiederum typisch für den Ural. Auf dem Kerzenständer sieht man eine goldene Echse. Die Legende besagt, das sich das Tier in eine “beautiful woman” verwandeln kann und wieder zurück. Wahrscheinlich muss ich erstmal eine Kerze reinstecken, denn bisher ist das noch nicht passiert.